Monopoly Spielanleitung: Regeln, Aufbau und das Original-PDF

Die originale Hasbro-Spielanleitung für Monopoly als kostenloses PDF, dazu Startgeld und die meistvergessene Auktionsregel.

10 Schrittezum Ziel
Aufbau 5 Min., Partie zu viert 90 bis 180 Min.Dauer
LeichtSchwierigkeit
Offizielles PDFHasbro
Offizielle PDF-Anleitung von HasbroKostenlos, direkt von der offiziellen Quelle. Öffnet in neuem Tab.
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Kurz gesagt

Jeder startet mit 1.500 der Spielwährung, zieht per Würfelwurf und kauft die Grundstücke, auf denen er landet. Wer nicht kauft, löst eine Zwangsversteigerung aus – die Regel, die fast alle weglassen und die eine Partie halbiert. Gebaut wird nur auf kompletten Farbgruppen und immer gleichmäßig. Gewonnen hat, wer als Letzter zahlungsfähig ist. Die Original-Anleitung zur eigenen Ausgabe gibt es kostenlos als PDF im Hasbro-Portal, der Button oben führt direkt hin.

Kaum ein Spiel wird so oft mit erfundenen Regeln gespielt wie Monopoly. Geld unter Frei Parken, kein Bauen vor der ersten Runde, Miete nur auf Zuruf – jede Familie hat ihre eigene Version, und jede davon macht die Partie länger, nicht besser. Diese Anleitung geht die Originalregeln der Classic-Ausgabe der Reihe nach durch und markiert an jeder Stelle, wo die verbreitete Hausregel abweicht.

Ein Hinweis vorweg: Monopoly ist kein einheitliches Spiel. Classic, Junior, Banking und die Dutzenden Themen-Editionen haben eigene Hefte mit abweichenden Beträgen. Die Schritte unten beschreiben Classic. Für alles andere gilt das PDF der jeweiligen Ausgabe.

Die drei Regeln, die den größten Unterschied machen

Erstens die Zwangsversteigerung: Wer ein Grundstück nicht zum aufgedruckten Preis kauft, gibt es sofort in die Auktion. Jeder darf mitbieten, auch der, der gerade abgelehnt hat, und das Startgebot ist beliebig niedrig. Zweitens die Bau-Reihenfolge: Häuser dürfen nur gleichmäßig über eine Farbgruppe verteilt werden, ein zweites Haus auf einer Straße erst, wenn alle Straßen der Gruppe eines haben. Drittens der Häusermangel: Im Grundspiel liegen 32 Häuser und 12 Hotels. Sind sie verbaut, kann niemand mehr bauen – wer früh alle Häuser bindet, blockiert die Mitspieler völlig legal.

Frei Parken ist ein Ruhefeld

Nach Originalregel passiert auf Frei Parken nichts. Kein Jackpot, keine Steuern, kein gesammeltes Geld. Die Hausregel, alle Steuern und Gebühren dort zu sammeln und auszuzahlen, pumpt Geld ins Spiel, das eigentlich verschwinden soll – deshalb enden solche Partien nie. Wer die Auktionsregel einführt und Frei Parken leer lässt, spielt Monopoly in eineinhalb statt in vier Stunden.

Weitere Spielregeln für den Spieleabend

Wenn Monopoly durch ist, wird es am Tisch meist kartenlastiger: Die Skat-Regeln nach Deutscher Skatordnung sind der anspruchsvolle Klassiker für genau drei Spieler, die Phase-10-Anleitung erklärt das Phasenspiel für zwei bis sechs, und Skip-Bo ist die schnellste Runde von den dreien.

Das brauchst du

Schritt für Schritt

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    Spielmaterial sortieren und die Bank besetzen

    Besitzrechtkarten nach Farbgruppen sortiert neben das Brett legen, Ereignis- und Gemeinschaftskarten getrennt mischen und verdeckt auf die markierten Felder legen. Häuser und Hotels kommen offen neben das Brett, nicht in die Schachtel: Ihre Anzahl ist eine Regel, keine Verpackungsfrage. Ein Mitspieler übernimmt die Bank. Er verwaltet Bankgeld, unverkaufte Grundstücke, Häuser und Hotels und hält all das strikt von seinem eigenen Vermögen getrennt. Bei mehr als vier Spielern lohnt es sich, die Bank an jemanden zu geben, der nicht mitspielt.

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    Startgeld ausgeben und Figuren aufstellen

    Jeder Spieler bekommt 1.500 der Spielwährung. Die Stückelung steht im Heft der jeweiligen Ausgabe und unterscheidet sich zwischen älteren und aktuellen Auflagen – die Summe ist in allen Classic-Ausgaben gleich. Alle Figuren kommen auf das Los-Feld. Wer beginnt, wird ausgewürfelt: höchste Augenzahl fängt an, dann reihum im Uhrzeigersinn.

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    Ziehen, Pasch werten, ins Gefängnis wandern

    Mit beiden Würfeln werfen und die Figur um die Augensumme im Uhrzeigersinn ziehen. Bei einem Pasch – zwei gleiche Augenzahlen – wird die Aktion des Zielfeldes ausgeführt und danach erneut gewürfelt. Beim dritten Pasch in Folge geht es ohne weitere Aktion direkt ins Gefängnis. Wer über Los kommt oder darauf landet, zieht 200 von der Bank ein; das gilt auch, wenn man durch eine Karte über Los bewegt wird, nicht aber bei Gehe-in-das-Gefängnis.

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    Grundstück kaufen oder versteigern lassen

    Landet man auf einer unverkauften Straße, einem Bahnhof oder einem Werk, darf man zum aufgedruckten Preis kaufen und erhält die Besitzrechtkarte. Wer ablehnt, muss das Feld sofort versteigern lassen. Die Bank ruft die Auktion aus, jeder Mitspieler darf bieten, auch der, der abgelehnt hat, und es gibt kein Mindestgebot. Der Höchstbietende zahlt an die Bank und bekommt die Karte. Diese Regel steht in jedem Original-Heft und ist der schnellste Hebel gegen endlose Partien.

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    Miete verlangen – aber nur, wenn gefragt wird

    Wer auf einem fremden Grundstück landet, zahlt die Miete laut Besitzrechtkarte. Der Eigentümer muss die Miete einfordern, bevor der übernächste Spieler gewürfelt hat; danach verfällt der Anspruch. Besitzt jemand eine komplette Farbgruppe ohne Bebauung, verdoppelt sich die Grundmiete aller Straßen dieser Gruppe. Bahnhöfe staffeln sich nach Anzahl im Besitz: 25, 50, 100 und 200. Bei den Werken zählt der Würfelwurf – mit einem Werk das Vierfache, mit beiden das Zehnfache der geworfenen Augensumme.

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    Ereignis-, Gemeinschafts- und Steuerfelder abarbeiten

    Auf Ereignis- und Gemeinschaftsfeldern wird die oberste Karte gezogen, ausgeführt und unter den Stapel zurückgelegt. Ausnahme sind die Gefängnis-frei-Karten: Sie bleiben beim Spieler, bis sie eingesetzt oder verkauft werden. Die Einkommensteuer kostet 200, die Zusatzsteuer 100 – ältere Ausgaben nennen bei der Einkommensteuer wahlweise 200 oder zehn Prozent des Gesamtvermögens und bei der Zusatzsteuer 75; maßgeblich ist das Heft der eigenen Ausgabe. Alle Steuern gehen an die Bank und sind aus dem Spiel.

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    Aus dem Gefängnis herauskommen

    Im Gefängnis gibt es drei Wege hinaus: eine Gefängnis-frei-Karte einsetzen, zu Beginn des Zuges 50 an die Bank zahlen, oder auf einen Pasch würfeln. Für den Pasch hat man drei Versuche, je einen pro Runde. Klappt es im dritten Versuch nicht, werden 50 gezahlt und mit der zuletzt gewürfelten Augenzahl gezogen. Wichtig: Wer im Gefängnis sitzt, darf weiterhin Miete kassieren, bauen und handeln. In der Endphase einer Partie ist Sitzen deshalb oft besser als Ziehen, weil man nicht auf fremde Hotels laufen kann.

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    Häuser und Hotels gleichmäßig bauen

    Gebaut werden darf erst, wenn eine komplette Farbgruppe unbelastet im Besitz ist – jederzeit, auch während des Zuges eines Mitspielers. Die Häuser müssen gleichmäßig verteilt werden: Ein zweites Haus auf einer Straße ist erst erlaubt, wenn jede Straße der Gruppe ein Haus trägt. Nach dem vierten Haus folgt das Hotel, wofür die vier Häuser an die Bank zurückgehen. Im Vorrat liegen 32 Häuser und 12 Hotels; sind sie aufgebraucht, ruht der Bau, bis jemand zurückbaut. Rückbau bringt den halben Bauwert.

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    Hypotheken aufnehmen und mit Mitspielern handeln

    Wer Geld braucht, kann unbebaute Grundstücke bei der Bank mit einer Hypothek belasten und erhält den auf der Rückseite genannten Betrag, in der Regel die Hälfte des Kaufpreises. Für ein belastetes Grundstück gibt es keine Miete. Die Auslösung kostet den Hypothekenwert plus zehn Prozent Zinsen. Bebaute Straßen müssen erst rückgebaut werden. Grundstücke, Bargeld und Gefängnis-frei-Karten dürfen jederzeit frei zwischen Spielern gehandelt werden – Häuser und Hotels dagegen nie direkt, die gehen immer über die Bank.

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    Bankrott feststellen und die Partie beenden

    Wer eine Forderung nicht bezahlen kann und auch durch Rückbau, Hypotheken und Verkäufe nicht auf den Betrag kommt, ist bankrott und scheidet aus. Schuldet er einem Mitspieler Geld, gehen sein gesamter Besitz und seine Karten an diesen über; belastete Grundstücke muss der Empfänger sofort auslösen oder die zehn Prozent Zinsen zahlen. Schuldet er der Bank, kommen alle Grundstücke zurück in die Auktion. Die Partie endet, sobald nur noch ein zahlungsfähiger Spieler übrig ist. Wer nach Zeit spielen will, legt vorher ein Ende fest und vergleicht dann Bargeld plus Kaufpreise plus Bauwerte.

Häufige Fragen

Ist die Monopoly-Anleitung wirklich kostenlos?

Ja. Im offiziellen Hasbro-Anleitungsportal stehen die PDFs aller Ausgaben kostenlos und ohne Anmeldung bereit. Man sucht dort nach Monopoly und wählt die eigene Edition, weil Classic, Junior, Banking und die Themen-Editionen unterschiedliche Hefte und teils andere Beträge haben.

Wie viel Startgeld bekommt jeder Spieler?

Im Classic-Monopoly 1.500 der Spielwährung je Spieler. Die Stückelung der Scheine unterscheidet sich zwischen älteren und aktuellen Auflagen, die Gesamtsumme nicht. Junior- und Themen-Editionen weichen ab, dort gilt das jeweilige Heft.

Was passiert auf Frei Parken?

Nach Originalregel nichts. Das Feld ist eine Ruhepause ohne Aktion. Geldgewinne auf Frei Parken sind eine Hausregel, die zusätzliches Geld ins Spiel bringt und Partien deutlich verlängert.

Muss ich ein Grundstück versteigern, wenn ich es nicht kaufe?

Ja, das ist die Originalregel und wird am häufigsten übersehen. Lehnt ein Spieler den Kauf zum aufgedruckten Preis ab, kommt das Grundstück sofort unter den Hammer. Alle dürfen bieten, auch der Spieler, der eben abgelehnt hat, und ein Mindestgebot gibt es nicht. Ohne diese Regel bleiben viele Grundstücke unverkauft und niemand bekommt eine Farbgruppe zusammen.

Darf ich bauen, wenn ich gerade nicht am Zug bin?

Ja. Häuser und Hotels dürfen jederzeit gekauft werden, auch während des Zuges eines Mitspielers – solange die Farbgruppe komplett und unbelastet ist und gleichmäßig gebaut wird. Praktisch ist das, wenn jemand kurz vor der eigenen Straße steht.

Was gilt, wenn die Häuser ausgehen?

Dann ruht der Bau. Im Grundspiel liegen 32 Häuser und 12 Hotels, mehr gibt es nicht – die Anzahl ist Teil der Regel, nicht des Verpackungsumfangs. Erst wenn ein Spieler zurückbaut oder auf Hotels umstellt, kommen Häuser in den Vorrat zurück. Viele Häuser früh zu binden ist deshalb eine legale und wirksame Strategie.

Wie lange dauert eine Partie Monopoly?

Zu viert mit Originalregeln, also inklusive Zwangsversteigerung und ohne Geld auf Frei Parken, meist 90 bis 180 Minuten. Mit den verbreiteten Hausregeln zieht sich dieselbe Besetzung häufig über vier Stunden, weil ständig frisches Geld ins Spiel kommt.

Kann man Monopoly zu zweit spielen?

Ja, die Regeln sind identisch. Zu zweit entscheidet sich früh, wer welche Farbgruppen bekommt, deshalb ist Handeln noch wichtiger als in größerer Runde. Die Zwangsversteigerung ist zu zweit besonders wertvoll, weil sonst kaum Grundstücke den Besitzer wechseln.

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